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Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr 2010
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Im ersten Halbjahr
2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im
Gesamtwert von über 69,46 Milliarden Euro umgesetzt. Im
Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres (63,90 Milliarden
Euro) entspricht dies einem Anstieg von rund 8,70 Prozent. Zu
diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverband
IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF)
erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. "Die gestiegenen
Immobileinumsätze belegen deutlich das gestiegene Interesse an
Immobilien als Kapitalanlage", so Jürgen Michael Schick,
Vizepräsident des Immobilienverband IVD.
Niedrige Zinsen
und die Sorge vor Inflation regen Immobilienumsatz an "Der
Häusermarkt erfreut sich starkem Käuferinteresse. Grund dafür
sind die guten Marktumfelddaten mit den historisch niedrigen
Zinsen", sagt Schick. Zudem sei die Sorge vor einer ansteigenden
Inflation dafür verantwortlich, dass Kapital vermehrt in
Immobilien investiert werde. "Das Umsatzwachstum der
Immobilienverkäufe wird sich mit zeitlicher Verzögerungen auch
auf die Preise auswirken", so Schick weiter.
Vom
aktuellen Umsatzvolumen im ersten Halbjahr in Höhe von 69,46
Milliarden Euro entfielen 63,50 Milliarden Euro (+ 9,79 Prozent)
auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und
5,96 Milliarden Euro auf die ostdeutschen Bundesländer. Die
neuen Bundesländer verzeichneten damit im Gegensatz zu dem
bundesweiten Trend einen Rückgang des Transaktionsvolumens um
1,7 Prozent.
Regionale Einzeldaten In den einzelnen
Bundesländern sind zum Teil hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen.
Spitzenreiter ist Thüringen, wo die Umsätze um mehr als 16
Prozent anstiegen, gefolgt von dem Saarland (+16,24 Prozent) und
Bayern (+15,92 Prozent). Zweistellige Umsatzzuwächse sind
darüber hinaus in Berlin (+13,71 Prozent), Niedersachsen (+10,84
Prozent) und Baden-Württemberg (+10,10 Prozent) zu verzeichnen.
In Hamburg allerdings sanken die Immobilientransaktionen um 7,37
Prozent. "Hamburg ist damit das einzige westdeutsche Bundesland,
das einen Rückgang der Immobilientransaktionen verzeichnete. Der
Rückgang der Immobilientransaktionen ist vermutlich in
Zusammenhang mit der geringen Neubautätigkeit zu sehen. Es gibt
einfach zu wenige Objekte, die bei den aktuell hohen Preisen
ihren Besitzer wechseln", so Jens-Ulrich Kießling, Präsident des
IVD. Der mit Abstand höchste prozentuale Umsatzrückgang ist
in Sachsen-Anhalt mit fast 21 Prozent festzustellen. "Die
Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent
spielt bei der Erklärung dieses deutlichen Rückgangs eine
entscheidende Rolle", so Schick.
Absolute Umsatzzahlen
der Bundesländer Das umsatzstärkste Bundesland ist
Nordrhein-Westfalen mit 14,13 Milliarden Euro, gefolgt von
Bayern (14,02 Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (10,38
Milliarden Euro). Hessen liegt mit 5,39 Milliarden Euro wie in
den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin folgen
mit 5,13 beziehungsweise 3,52 Milliarden Euro. Hamburg,
Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen zwischen rund 2,6
und 2,7 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Sachsen (2,06
Milliarden Euro) und Brandenburg (1,39 Milliarden Euro), liegt
der Immobilienumsatz der neuen Bundesländer unter einer
Milliarde Euro.
Zur Ermittlungsmethode Das so
genannte Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der
Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen
Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen.
Da die überwiegende Zahl der Transaktionen - mit Ausnahme der
Fälle, die der Erbschafts- und Schwenkungssteuer unterliegen,
sowie Share-Deals - dieser besonderen Umsatzsteuer auf
Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates
Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.
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Quelle: Nils Werner, XING-Gruppe "Immobilienverband IVD"
5.8.2010
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Neue EU-Gebäuderichtlinie
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Energieausweis muss ab 2012 bei Vermietung und Verkauf ausgehändigt
werden (Kopie), Einsicht reicht dann nicht mehr aus
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Indikator für Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes muss ab 2012 in
der Werbung (Anzeige/Exposé) erkennbar sein
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Inspektionspflichten für Heizung und Kühlanlagen alle 5 Jahre,
Bericht über Inspektion muss an Eigentümer/Mieter ausgehändigt
werden
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Niedrigstenergiestandard für Neubauten ab 2021
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Verbesserung der energetischen Bilanz eines Altbaus bei Renovierung
von 25 Prozent und mehr eines Gebäudes / Gebäudeteils
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Alte Energieausweise bleiben gültig, die neuen
Regeln werden daher ab 2017/2018 in großem Maß Anwendung finden
Eine
Kurzzusammenfassung des Immobilienverbandes IVD zur neuen
Richtlinie finden Sie
hier . |
Quelle: IVD Immobilienverband Deutschland
Onlinenewsletter vom 6.7.2010
Erschwinglichkeit von Wohneigentum so gut wie nie
Die Erschwinglichkeit von selbstgenutzten
Wohnimmobilien war noch nie so gut wie heute. Dies ist das Ergebnis
einer am Center for Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des
Immobilienverbandes IVD durchgeführten Erhebung des
Erschwinglichkeitsindexes. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die
Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer
Kennzahl zusammen. Diese gibt Auskunft darüber, inwieweit es für einen
durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, eine Immobilie zu
erwerben. "Das stetig abfallende Zinsniveau, die steigenden
Haushalteinkommen und die relativ stabilen Häuserpreise sind dafür
verantwortlich, dass die Erschwinglichkeit eines Einfamilienhauses in
Deutschland nie besser war als heute", so Sven Johns,
Bundesgeschäftsführer des IVD. Nach der aktuellen Untersuchung nimmt die
Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern seit 1995 stetig zu. Demnach
ist sie im Jahr 2009 auf einem Spitzenniveau angekommen. "Das
Zeitfenster für den Erwerb von Immobilien wird etwa 12 bis 18 Monate so
gut bleiben, wie es heute ist, bevor ein Rückgang der Erschwinglichkeit
zu erwarten ist", so Tim Sebastian Nädele vom CRES. Ein
durchschnittlicher Haushalt deckte 2009 das notwendige Kapital (25
Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommen für Zins- und Tilgungszahlen)
für ein freistehendes Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert zu mehr als
100 Prozent ab. Dies bedeutet, dass ein Haushalt weniger als 25 Prozent
des verfügbaren Nettoeinkommens benötigt, um sich ein Einfamilienhaus zu
kaufen.
Bundesweite Unterschiede der Immobilienmärkte nehmen zu
Der Abstand zwischen Städten, in denen Wohneigentum gut beziehungsweise
schwer erschwinglich ist, hat sich vergrößert. An der Spitze der
Erschwinglichkeit steht die Stadt Wittenberg. Mit einem Indexwert von
252,63 ist hier Wohneigentum in Form eines Einfamilienhauses sehr gut zu
erwerben. Am unteren Ende steht München, für das eine Erschwinglichkeit
von 54,43 Punkten berechnet wurde. "Diese regionalen Unterschiede bei
der Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien haben in der Vergangenheit
zugenommen. Damit spiegelt der Erschwinglichkeitsindex auch in diesem
Punkt den deutschen Immobilienmarkt wider", so Johns. Der Abstand
zwischen den starken und den sogenannten schwachen Märkten nehme in
Deutschland zu. In ländlichen Regionen sei die demografische
Entwicklung, der Fortzug von einkommensstarken Haushalten und der
Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich für ein sinkendes Preisniveau
von Immobilien und damit auch für eine bessere Erschwinglichkeit.
Prognose für die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien Unter der
Annahme von "normalen" Marktbedingungen mit einem konstanten
Wohnungspreisniveau, leicht steigenden Netto-Einkommen und steigenden
Zinsen ab Ende 2011, wird sich der Index in den nächsten eineinhalb
Jahren auf dem heutigen Niveau halten, bevor er wieder absinken wird.
Durch die Erwartung steigender Zinsen ab Ende 2011 und damit einer
höheren Belastung der Haushalte durch die Rückzahlung eines
Immobilienkredites wird nach Einschätzung des IVD die Erschwinglichkeit
von Wohnimmobilien ab 2011 wieder abnehmen. Der Höhepunkt der
Erschwinglichkeit sei dann überschritten. "Die Ergebnisse der aktuellen
Studie belegen, dass das derzeitige Zeitfenster genutzt werden sollte,
um Wohneigentum zu guten Konditionen zu erwerben. Die Erschwinglichkeit
von Wohneigentum wird wieder absinken", so Johns.
Grundlage des
IVD-Erschwinglichkeitsindex Die Basis der Berechnung des
Erschwinglichkeitsindexes sind die Immobilienpreise, die die
Marktberichterstatter des IVD erheben und die im Immobilienpreisspiegel
für Wohnimmobilien des IVD zusammengefasst werden. Der Immobilienverband
IVD kann auf eine mehr als 35-jährige Zeitreihe in der Erhebung,
Auswertung und Veröffentlichung von Immobilienpreisen zurückgreifen.
Zuletzt hat der IVD Preise für Wohnimmobilien aus mehr als 350 Städten
in Deutschland veröffentlicht. Für den Erschwinglichkeitsindex wurden
die Preise für freistehende Einfamilienhäuser mit mittlerem Wohnwert in
Deutschland zugrunde gelegt. Neben den Immobilienpreisen wurden die
jeweiligen Zinsen für Wohnungskredite für den Erschwinglichkeitsindex
verwendet. Bei der monatlichen Belastung für das Annuitätendarlehen
wurde von einem Zeitraum von 30 Jahren für die vollständige Tilgung des
Immobi-lienkredites ausgegangen. Bei der Berechnung wird davon
ausgegangen, dass das Einfamilienhaus mit 25 Prozent Eigenkapital und 75
Prozent Fremdkapital finanziert wird. Mit Hilfe der Preisspiegeldaten
des IVD, Zeitreihen zu Wohnungskreditzinsen sowie dem verfügbaren
Nettohaushaltseinkommen (Daten von MB Research) wurde der
IVD-Erschwinglichkeitsindex der letzten 14 Jahre berechnet. Die
Preisspiegeldaten wurden nach der Anzahl der Einwohner in den
berücksichtigten Städten gewichtet.
Quelle: IVD Immobilienverband Deutschland
Onlinenewsletter vom 27.7.2010 |
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