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Peter E. Ronniger e.K.   geprüfter Immobilienmakler -IMI-

Mitglied im Immobilienverband Deutschland   IVD

Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V.

zertifizierter Gutachter für die Bewertung bebauter und unbebauter Grundstücke

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Immobilientransaktionen im ersten Halbjahr 2010

 

  Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland private und gewerbliche Immobilien im Gesamtwert von über 69,46 Milliarden Euro umgesetzt. Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres (63,90 Milliarden Euro) entspricht dies einem Anstieg von rund 8,70 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine Hochrechnung des Immobilienverband IVD auf Basis des vom Bundesministerium für Finanzen (BMF) erhobenen Grunderwerbsteueraufkommens. "Die gestiegenen Immobileinumsätze belegen deutlich das gestiegene Interesse an Immobilien als Kapitalanlage", so Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverband IVD.

Niedrige Zinsen und die Sorge vor Inflation regen Immobilienumsatz an "Der Häusermarkt erfreut sich starkem Käuferinteresse. Grund dafür sind die guten Marktumfelddaten mit den historisch niedrigen Zinsen", sagt Schick. Zudem sei die Sorge vor einer ansteigenden Inflation dafür verantwortlich, dass Kapital vermehrt in Immobilien investiert werde. "Das Umsatzwachstum der Immobilienverkäufe wird sich mit zeitlicher Verzögerungen auch auf die Preise auswirken", so Schick weiter.

Vom aktuellen Umsatzvolumen im ersten Halbjahr in Höhe von 69,46 Milliarden Euro entfielen 63,50 Milliarden Euro (+ 9,79 Prozent) auf die westdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin und 5,96 Milliarden Euro auf die ostdeutschen Bundesländer. Die neuen Bundesländer verzeichneten damit im Gegensatz zu dem bundesweiten Trend einen Rückgang des Transaktionsvolumens um 1,7 Prozent.

Regionale Einzeldaten
In den einzelnen Bundesländern sind zum Teil hohe Umsatzzuwächse zu verzeichnen. Spitzenreiter ist Thüringen, wo die Umsätze um mehr als 16 Prozent anstiegen, gefolgt von dem Saarland (+16,24 Prozent) und Bayern (+15,92 Prozent). Zweistellige Umsatzzuwächse sind darüber hinaus in Berlin (+13,71 Prozent), Niedersachsen (+10,84 Prozent) und Baden-Württemberg (+10,10 Prozent) zu verzeichnen. In Hamburg allerdings sanken die Immobilientransaktionen um 7,37 Prozent. "Hamburg ist damit das einzige westdeutsche Bundesland, das einen Rückgang der Immobilientransaktionen verzeichnete. Der Rückgang der Immobilientransaktionen ist vermutlich in Zusammenhang mit der geringen Neubautätigkeit zu sehen. Es gibt einfach zu wenige Objekte, die bei den aktuell hohen Preisen ihren Besitzer wechseln", so Jens-Ulrich Kießling, Präsident des IVD.
Der mit Abstand höchste prozentuale Umsatzrückgang ist in Sachsen-Anhalt mit fast 21 Prozent festzustellen. "Die Anhebung der Grunderwerbssteuer von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent spielt bei der Erklärung dieses deutlichen Rückgangs eine entscheidende Rolle", so Schick.

Absolute Umsatzzahlen der Bundesländer
Das umsatzstärkste Bundesland ist Nordrhein-Westfalen mit 14,13 Milliarden Euro, gefolgt von Bayern (14,02 Milliarden Euro) und Baden-Württemberg (10,38 Milliarden Euro). Hessen liegt mit 5,39 Milliarden Euro wie in den Vorjahren auf Platz vier. Niedersachsen und Berlin folgen mit 5,13 beziehungsweise 3,52 Milliarden Euro. Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein liegen zwischen rund 2,6 und 2,7 Milliarden Euro. Mit Ausnahme von Sachsen (2,06 Milliarden Euro) und Brandenburg (1,39 Milliarden Euro), liegt der Immobilienumsatz der neuen Bundesländer unter einer Milliarde Euro.

Zur Ermittlungsmethode
Das so genannte Immobilientransaktionsvolumen beziehungsweise der Immobilienumsatz umfasst sämtliche privaten und gewerblichen Immobilientransaktionen, die der Grunderwerbsteuer unterliegen. Da die überwiegende Zahl der Transaktionen - mit Ausnahme der Fälle, die der Erbschafts- und Schwenkungssteuer unterliegen, sowie Share-Deals - dieser besonderen Umsatzsteuer auf Grundstücksumsätze unterliegen, ist diese Statistik ein probates Mittel, die jährlichen Immobilienumsätze zu erfassen.

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Quelle: Nils Werner, XING-Gruppe "Immobilienverband IVD" 5.8.2010

Neue EU-Gebäuderichtlinie

bullet Energieausweis muss ab 2012 bei Vermietung und Verkauf ausgehändigt werden (Kopie), Einsicht reicht dann nicht mehr aus
bullet Indikator für Gesamtenergieeffizienz eines Gebäudes muss ab 2012 in der Werbung (Anzeige/Exposé) erkennbar sein
bullet Inspektionspflichten für Heizung und Kühlanlagen alle 5 Jahre, Bericht über Inspektion muss an Eigentümer/Mieter ausgehändigt werden
bullet Niedrigstenergiestandard für Neubauten ab 2021
bullet Verbesserung der energetischen Bilanz eines Altbaus bei Renovierung von 25 Prozent und mehr eines Gebäudes / Gebäudeteils
bullet Alte Energieausweise bleiben gültig, die neuen Regeln werden daher ab 2017/2018 in großem Maß Anwendung finden

Eine Kurzzusammenfassung  des Immobilienverbandes IVD zur neuen Richtlinie finden Sie hier .

Quelle: IVD Immobilienverband Deutschland Onlinenewsletter vom 6.7.2010

 

Erschwinglichkeit von Wohneigentum so gut wie nie

Die Erschwinglichkeit von selbstgenutzten Wohnimmobilien war noch nie so gut wie heute. Dies ist das Ergebnis einer am Center for Real Estate Studies (CRES) im Auftrag des Immobilienverbandes IVD durchgeführten Erhebung des Erschwinglichkeitsindexes. Der Erschwinglichkeitsindex fasst die Faktoren Immobilienpreise, Zinsniveau und verfügbares Einkommen zu einer Kennzahl zusammen. Diese gibt Auskunft darüber, inwieweit es für einen durchschnittlichen Haushalt finanziell möglich ist, eine Immobilie zu erwerben. "Das stetig abfallende Zinsniveau, die steigenden Haushalteinkommen und die relativ stabilen Häuserpreise sind dafür verantwortlich, dass die Erschwinglichkeit eines Einfamilienhauses in Deutschland nie besser war als heute", so Sven Johns, Bundesgeschäftsführer des IVD. Nach der aktuellen Untersuchung nimmt die Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern seit 1995 stetig zu. Demnach ist sie im Jahr 2009 auf einem Spitzenniveau angekommen. "Das Zeitfenster für den Erwerb von Immobilien wird etwa 12 bis 18 Monate so gut bleiben, wie es heute ist, bevor ein Rückgang der Erschwinglichkeit zu erwarten ist", so Tim Sebastian Nädele vom CRES. Ein durchschnittlicher Haushalt deckte 2009 das notwendige Kapital (25 Prozent des verfügbaren Haushaltseinkommen für Zins- und Tilgungszahlen) für ein freistehendes Einfamilienhaus mit mittlerem Wohnwert zu mehr als 100 Prozent ab. Dies bedeutet, dass ein Haushalt weniger als 25 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens benötigt, um sich ein Einfamilienhaus zu kaufen.

Bundesweite Unterschiede der Immobilienmärkte nehmen zu Der Abstand zwischen Städten, in denen Wohneigentum gut beziehungsweise schwer erschwinglich ist, hat sich vergrößert. An der Spitze der Erschwinglichkeit steht die Stadt Wittenberg. Mit einem Indexwert von 252,63 ist hier Wohneigentum in Form eines Einfamilienhauses sehr gut zu erwerben. Am unteren Ende steht München, für das eine Erschwinglichkeit von 54,43 Punkten berechnet wurde. "Diese regionalen Unterschiede bei der Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien haben in der Vergangenheit zugenommen. Damit spiegelt der Erschwinglichkeitsindex auch in diesem Punkt den deutschen Immobilienmarkt wider", so Johns. Der Abstand zwischen den starken und den sogenannten schwachen Märkten nehme in Deutschland zu. In ländlichen Regionen sei die demografische Entwicklung, der Fortzug von einkommensstarken Haushalten und der Verlust von Arbeitsplätzen verantwortlich für ein sinkendes Preisniveau von Immobilien und damit auch für eine bessere Erschwinglichkeit.

Prognose für die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien Unter der Annahme von "normalen" Marktbedingungen mit einem konstanten Wohnungspreisniveau, leicht steigenden Netto-Einkommen und steigenden Zinsen ab Ende 2011, wird sich der Index in den nächsten eineinhalb Jahren auf dem heutigen Niveau halten, bevor er wieder absinken wird. Durch die Erwartung steigender Zinsen ab Ende 2011 und damit einer höheren Belastung der Haushalte durch die Rückzahlung eines Immobilienkredites wird nach Einschätzung des IVD die Erschwinglichkeit von Wohnimmobilien ab 2011 wieder abnehmen. Der Höhepunkt der Erschwinglichkeit sei dann überschritten. "Die Ergebnisse der aktuellen Studie belegen, dass das derzeitige Zeitfenster genutzt werden sollte, um Wohneigentum zu guten Konditionen zu erwerben. Die Erschwinglichkeit von Wohneigentum wird wieder absinken", so Johns.

Grundlage des IVD-Erschwinglichkeitsindex Die Basis der Berechnung des Erschwinglichkeitsindexes sind die Immobilienpreise, die die Marktberichterstatter des IVD erheben und die im Immobilienpreisspiegel für Wohnimmobilien des IVD zusammengefasst werden. Der Immobilienverband IVD kann auf eine mehr als 35-jährige Zeitreihe in der Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung von Immobilienpreisen zurückgreifen. Zuletzt hat der IVD Preise für Wohnimmobilien aus mehr als 350 Städten in Deutschland veröffentlicht. Für den Erschwinglichkeitsindex wurden die Preise für freistehende Einfamilienhäuser mit mittlerem Wohnwert in Deutschland zugrunde gelegt. Neben den Immobilienpreisen wurden die jeweiligen Zinsen für Wohnungskredite für den Erschwinglichkeitsindex verwendet. Bei der monatlichen Belastung für das Annuitätendarlehen wurde von einem Zeitraum von 30 Jahren für die vollständige Tilgung des Immobi-lienkredites ausgegangen. Bei der Berechnung wird davon ausgegangen, dass das Einfamilienhaus mit 25 Prozent Eigenkapital und 75 Prozent Fremdkapital finanziert wird. Mit Hilfe der Preisspiegeldaten des IVD, Zeitreihen zu Wohnungskreditzinsen sowie dem verfügbaren Nettohaushaltseinkommen (Daten von MB Research) wurde der IVD-Erschwinglichkeitsindex der letzten 14 Jahre berechnet. Die Preisspiegeldaten wurden nach der Anzahl der Einwohner in den berücksichtigten Städten gewichtet.

Quelle: IVD Immobilienverband Deutschland Onlinenewsletter vom 27.7.2010

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Stand: 05.08.2010