Wie gut ist die Stimmung auf dem deutschen Immobilienmarkt?
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Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen verbessert sich
weiter und ist inzwischen so gut wie schon lange nicht mehr.
Auch im Februar ist der ifo-Geschäftsklimaindex angestiegen.
Nunmehr seit zwei Jahren steigt der von den Münchner
Volkswirten berechnete Index, der die derzeitige und die
erwartete Geschäftslage deutscher Unternehmen abbildet. Das
ifo-Geschäftsklima stützt sich dabei auf monatlich ca. 7000
Meldungen von Unternehmen aus den verschiedenen
Wirtschaftssektoren.
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Zehn gute Gründe sprechen jetzt für den Immobilienerwerb
1. Die Zinsen sind so niedrig wie noch nie
Die Hypothekenzinsen sind in den vergangenen Jahren gefallen und
befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Zehnjährige Darlehen
sind heute zu einem Zinssatz von etwa 3,3 Prozent zu bekommen
(Stand: Anfang November 2010). Zum Vergleich: Der langjährige
Durchschnittswert von zehnjährigen Hypothekendarlehen liegt bei mehr
als sieben Prozent. Käufer sollten die derzeitige Zinsersparnis
nutzen, um ihre Kredite schneller zu tilgen. Denn es ist ungewiss,
wie teuer die Anschlussfinanzierung wird. Bei einer Tilgung von
einem Prozent dauert es gut 38 Jahre, bis das Darlehen zurückgezahlt
ist. Wird die Tilgung aber auf zwei Prozent erhöht, reduziert sich
die Zeit auf rund 27 Jahre.
2. Vergleichsweise leicht erschwinglich
Niedrige Zinsen führen dazu, dass Immobilieneigentum für
vergleichsweise viele Menschen erschwinglich ist. Hinzu kommt das
moderate Preisniveau in Deutschland. Während die Preise in fast
allen europäischen Ländern - trotz Krise - noch immer deutlich über
dem Niveau von 1995 liegen, haben sich deutsche Wohnimmobilien
seitdem im Schnitt nur geringfügig verteuert. Der
Erschwinglichkeitsindex, den das Center for Real Estate Studies
(CRES) für den IVD ermittelt hat, weist historisch die besten
Bedingungen für den Erwerb von Immobilien in Deutschland aus.
3. Steigende Preise und Mieten
Steigende Mieten und Wertsteigerungspotenziale machen
Wohnimmobilien attraktiv. Im Durchschnitt erhöhten sich die Mieten
für Neubauwohnungen mit gutem Wohnwert im Jahr 2010 um 2,4 Prozent.
Besonders groß war das Mietpreiswachstum in den Großstädten. In
Leipzig erhöhten sich die Neubaumieten um acht Prozent, in Nürnberg
um sieben und in Kiel, Mannheim, Erlangen, Frankfurt am Main,
Würzburg und Augsburg um fünf Prozent. Wachsende Mieten führen zu
steigenden Renditen - insbesondere dann, wenn die Immobilie noch
preisgünstig eingekauft worden ist. Die Vermietbarkeit der
Immobilien ist in vielen Städten ausgezeichnet, was die Sicherheit
der Investition in eine Immobilie zur Kapitalanlage verbessert.
4. Hohe Renditen
Im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen wie beispielsweise
Staatsanleihen bieten Wohnimmobilien eine deutlich attraktivere
Rendite. Durchschnittlich liegt die Renditeerwartung hier bei 4,5
bis sechs Prozent. Zum Vergleich: Die Rendite einer zehnjährigen
Bundesanleihe liegt derzeit bei knapp 2,4 Prozent. Festgeldkonten
bieten im Herbst 2010 einen Zinssatz von wenig mehr als einem
Prozent.
5. Krisensicheres Investment
Ein wichtiger Vorteil von Wohnimmobilien ist ihre hohe
Wertstabilität. Selbst während der Finanzkrise sind deutsche
Wohnungen im Wert leicht gestiegen. Im Jahr 2008 erhöhte sich ihr
Wert im Schnitt um 0,6 Prozent, 2009 um ein Prozent. Zum Vergleich:
Der DAX ist in diesem Zeitraum um über 25 Prozent gefallen. Diese
Sicherheit macht Immobilien zu einer der beliebtesten Anlageklassen.
6. Potenzieller Schutz vor Geldentwertung
Auch wenn die Inflation momentan sehr niedrig erscheint, ist die
Geldentwertung tägliche Realität. Schon bei einer Inflation von nur
zwei Prozent nimmt die Kaufkraft eines Geldvermögens im Verlauf der
Jahre deutlich ab: 20.000 Euro haben bei einer Inflation von zwei
Prozent nach zehn Jahren nur noch einen Wert von 16.407 Euro.
Wohnimmobilien bieten als Sachwerte Aussicht auf einen guten Schutz
vor Inflation.
7. Hohe Sparquote
Immobilieneigentümer verfügen im Alter über ein wesentlich höheres
Vermögen als Mieter. Eine Untersuchung des
Marktforschungsunternehmens empirica ergab: Immobilieneigentümer im
Alter zwischen 55 und 59 Jahren besitzen etwa sechsmal so viel
Vermögen wie Mieter. Während Immobilieneigentümer mit einem
Monatseinkommen von 2.000 bis 2.500 Euro bei Eintritt in den
Ruhestand über ein Vermögen von etwa 229.000 Euro verfügen, sind es
bei Mietern mit ähnlichem Einkommen nur knapp 37.000 Euro.
8. Flexibilität ist möglich
Das Arbeitsleben erfordert heute eine zunehmende Mobilität. Doch
auch wenn Eigentümer ihre Immobilie wegen eines Umzugs nicht mehr
selbst bewohnen können, ist ein Verkauf nicht zwingend erforderlich.
Die Immobilie kann künftig vermietet und als Kapitalanlage genutzt
werden und so weiterhin Bestandteil des Vermögensaufbaus bleiben. Um
ihre Flexibilität nicht zu beeinträchtigen, sollten Käufer auf eine
gute Vermietbarkeit achten.
9. Mietfreiheit im Alter
Im Grunde gibt es keine bessere Altersvorsorge als das
selbstgenutzte Wohneigentum. Denn die Mietfreiheit im Alter ist eine
entscheidende Kostenersparnis, insbesondere vor dem Hintergrund
niedriger staatlicher Renten. Wer im Alter keine Miete zahlen muss,
hat in der Regel deutlich mehr Geld zur freien Verfügung. Im Schnitt
verbessert selbstgenutztes Wohneigentum die
Netto-Einkommenssituation für Senioren um etwa 30 Prozent. Das
bedeutet: Immobilieneigentum bietet ein wesentliches Plus an
Lebensqualität. Der höhere Tilgungssatz von zwei Prozent oder mehr
gewährleistet, dass die Immobilie bei Eintritt in den Ruhestand auch
wirklich bezahlt ist.
Selbstgenutztes Wohneigentum ist von der Erbschaftssteuer befreit. Wird Wohneigentum unter Ehepartnern oder eingetragenen Lebenspartnerschaften vererbt, ist unabhängig vom Wert der Immobilie keine Erbschaftssteuer zu zahlen. Kinder müssen ebenfalls keine Erbschaftssteuer zahlen, wenn die Wohnfläche nicht größer als 200 Quadratmeter ist. Dies gilt auch für Enkel, wenn deren Eltern bereits verstorben sind. Diese Regelungen gelten allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Erben die Immobilie in den ersten zehn Jahren nach der Erbschaft nicht verkaufen, vermieten oder verpachten.
Quelle: Originaltext: IVD-Onlinenewsletter vom 25.10.2010
Mietrechtsänderungsgesetz – Bewertung des IVD
Ein Diskussionsentwurf zur Änderung des Mietrechts aus dem Bundesjustizministerium, der Ende Oktober 2010 bekannt geworden ist, enthält zwei wesentliche Teilbereiche: die energetische Modernisierung und die beschleunigte Räumung von Mietwohnungen bei Zahlungsverzug (Einmietbetrüger). Zu beiden Themen hat der IVD gemeinsam mit Rechtsanwaltskanzlei Bethge und Partner, Hannover, eigene Gesetzesvorschläge (Broschüre: Beiseitigung mietrechtlicher Hemmnisse beim Klimaschutz, Broschüre: Gesetzentwurf zur beschleunigten Räumung von Mietwohnungen) erarbeitet und zur Diskussion gestellt. Wesentliche Forderungen des IVD werden mit dem vorgelegten Gesetzesentwurf nun umgesetzt. Lesen Sie die wesentlichen Inhalte des neuen Gesetzentwurfs über ein Gesetz über die energetische Modernisierung von vermietetem Wohnraum und über die vereinfachte Durchsetzung von Räumungstiteln (Mietrechtsänderungsgesetz - MietRÄndG) hier.Quelle: IVD Deutschland